Zur Aufnahme von Kugelpanoramen kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Dabei kann man zwei Kategorien unterscheiden: Momentaufnahmen und Aufnahmen über einen gewissen Zeitraum.
Für Momentaufnahmen vollständiger Kugelpanoramen kann nur eine Gruppe von Kameras benutzt werden, die in verschiedene Richtungen weisen und gemeinsam ausgelöst werden. Naturgemäß kann hierbei Parallaxe auftreten, denn es ist unmöglich, alle Aufnahmen mit derselben Eintrittspupille auszuführen. Unvollständige Kugelpanoramen können mit so genannten One-Shot-Systemen ausgeführt werden, bei denen mit einer einzelnen Kamera ein sphärischer oder parabolischer Spiegel fotografiert wird, der seine vollständige Umgebung spiegelt, mit Ausnahme dessen was direkt hinter ihm ist. Anschließend muss das Bild mathematisch entzerrt werden.
Aufnahmen über einen gewissen Zeitraum können mit einer einzelnen Kamera ausgeführt werden, wobei entweder mehrere Einzelbilder aufgenommen werden oder eine rotierende Panoramakamera ein Rundumbild aufnimmt.
Werden mehrere Einzelbilder verwendet, muss die Kamera zwischen den Aufnahmen geschwenkt bzw. gekippt werden. Eine geeignete Vorrichtung (fälschlich oft Nodalpunktadapter genannt) ermöglicht das Schwenken und Kippen um die perspektivisch relevante Eintrittspupille, so dass Parallaxe zwischen den Einzelbildern vermieden werden kann. Eine Stitching-Software (z. B. hugin) setzt die Einzelbilder geometrisch korrekt zusammen und gleicht wenn möglich Unterschiede an den Übergängen aus.
Eine mit einem vertikal 180° abbildendem Fisheye ausgerüstete 360°-Panoramakamera liefert ganz direkt ein vollständiges, equirectangulares Kugelpanorama. (Quelle Wikipedia) |